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ACS lehnt Gegenvorschlag zur VCS Initiative ab

01 April 2011 | von Automobil Club der Schweiz, ACS

Uhr Lesedauer: 2 Minuten


Pressetitel

ACS lehnt Gegenvorschlag zur VCS Initiative ab

Verfasser / Quelle

Automobilclub der Schweiz

Publikation

01.04.2011 | 10:13 Uhr


01.04.2011, Der Automobil Club der Schweiz (ACS) lehnt den Gegenvorschlag des Bundesrates zur VCS-Initiative ab. Es darf nicht sein, dass der Staat sich durch eine unsinnige Initiative zeitlich derart unter Druck setzen lässt und damit langfristig erforderliche Lösungen in halsbrecherischem Eiltempo erarbeitet und vorlegt.


Die Finanzierung der Strassen- und Schieneninfrastruktur ist langfristig tatsächlich nicht gesichert. Fachkreise sprechen von einem Investitionsbedarf von über sechzig Milliarden Schweizerfranken bis 2030. Über derart zentrale Projekte und entsprechende Summen darf und kann nicht im Schnellschussverfahren verfügt und beschlossen werden. Eine tragfähige und langfristige Lösung braucht mehr Zeit und wird voraussichtlich erst nach der Volksabstimmung über die VCS-Initiative konstruktiv erarbeitet werden können.

Die Finanzierung der Strassen- und Schieneninfrastruktur ist langfristig nicht gesichert. Der Bundesrat möchte deshalb den Preis für die Autobahnvignette und später die Mineralölsteuern erhöhen.

Schienenseitig schlägt er zudem die Schaffung eines Bahninfrastrukturfonds (BIF) vor. Dieser soll unter anderem mit Abgaben aus dem Strassenverkehr finanziert werden. Das Konzept ist als Gegenvorschlag zur VCS-Initiative «Für den öffentlichen Verkehr» vorgesehen, die zusätzlich auch noch die bestehenden Mineralölsteuer-Erträge zur Schiene umverteilen möchte.

Der ACS lehnt diesen Vorschlag, wie er nun in die Vernehmlassung geschickt worden ist, konsequent ab. Der vorgeschlagene Bahninfrastrukturfonds und die Finanzierungsvorlagen für die Strasse weisen zu viele Mängel auf. So führt die geplante Umverteilung von Einnahmen aus dem Strassen- zugunsten des Schienenverkehrs zu Fehlanreizen, Ineffizienzen und abnehmender Innovationskraft bei den Bahnen. Zugleich fehlen die nötigen Mittel bei der Strasse, die eigentlich vorhanden wären. Diese Mittel könnten für dringend notwendige Investitionen in die Strasseninfrastruktur in allen Landesteilen gebraucht werden.


Medienkontakt:
Niklaus Zürcher Direktor Automobil Club der Schweiz Mobile: +41 79 341 01 67 e-mail: nik.zuercher@acs.ch



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Quelle: Automobilclub der Schweiz | Publiziert am 01.04.11 | Aktualisiert um 10:13 Uhr


Über Automobil Club der Schweiz, ACS:

Der ACS, ein Verein im Sinne des ZGB, gegründet am 6. Dezember 1898 in Genf, bezweckt den Zusammenschluss der Automobilisten zur Wahrung der verkehrspolitischen, wirtschaftlichen, touristischen, sportlichen und aller weiteren mit dem Automobilismus zusammenhängenden Interessen wie Konsumenten- und Umweltschutz. Er widmet der Strassenverkehrs-gesetzgebung und ihrer Anwendung seine besondere Aufmerksamkeit. Er setzt sich ein für die Verkehrssicherheit auf der Strasse.

Der Gesamtclub setzt sich aus den Mitgliedern seiner insgesamt 19 Sektionen zusammen, welche sich wiederum als selbständige Vereine organisieren.


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