TCS-Studie über die Gefahren auf den Schweizer Strassen
27 Januar 2010
| von Touring Club Suisse (TCS)
Lesedauer: 2 Minuten
Pressetitel
TCS-Studie über die Gefahren auf den Schweizer Strassen
Verfasser / Quelle
TCS
Publikation
27.01.2010 | 11:24 Uhr
27.01.2010, Die heute vom TCS veröffentlichte Studie ist unwiderlegbar: die Zahl der schweren Unfälle
pro Milliarde Fahrzeug-Kilometer hat auf Autobahnen und Hauptstrassen abgenommen, die
unterschiedliche Gefährlichkeit der beiden Infrastrukturen aber ist unverändert
geblieben.
Auf Autobahnen und Autostrassen ist die Rate von 20,9 (Periode 1997 bis 2002) auf 14,8 gesunken. Auf Hauptstrassen hingegen ist die Rate in derselben Vergleichsfrist nur von 58,1 auf 53,2 gesunken. Die Studie erfasste 1'872 km Autobahnen und 5'112 km Hauptstrassen, also 10 Prozent des gesamten schweizerischen Strassennetzes. In den sechs erfassten Jahren wurden insgesamt nicht weniger als 30'820 schwere Unfälle ausgewertet. Auf den vom TCS analysierten Hauptstrassen ereigneten sich 6'129 schwere Unfälle, das waren 20 Prozent aller schweren Unfälle. Sie waren Ursache für 37 Prozent der Todesfälle und 23 Prozent der Schwerverletzten, die im gleichen Zeitraum in der ganzen Schweiz gezählt worden sind.
Daniel Baumann, Verkehrsingenieur und zuständig für die EuroRAP-Projekte des TCS hat dazu festgestellt: «Auf Hauptstrassen von mittlerer bis hoher Gefährlichkeit müssen dringend Massnahmen ergriffen werden. Derart hohe infrastrukturelle Risiken sind unzumutbar angesichts der grossen Anstrengungen die gemacht werden, um die Sicherheit der Fahrzeuge zu erhöhen und die Ausbildung der Fahrer zu verbessern.»
Zudem zeigt die Studie erhebliche regionale Unterschiede auf. So ist die Unfallrate in der französischen Schweiz und im Tessin um 50 Prozent höher als in der Deutschschweiz. Dies bedeutet, dass die kantonalen Hauptstrassen in der Westschweiz und im Tessin gefährlicher sind als in der Deutschschweiz.
Die Unfallkarte beleuchtet die Risiken für den Strassenbenützer. Das Risiko errechnet sich aus der Zahl schwerer Unfälle im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen auf jedem Abschnitt.
EuroRAP ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 2001 die Interessen der Verkehrsteilnehmer verteidigt. Er zählt 65 Mitglieder aus 29 europäischen Ländern. Der TCS ist der einzige Vertreter der Schweiz. EuroRAP bewertet den Sicherheitsstandard der Strassen und hebt auf Grund nationaler und internationaler Vergleiche die Abschnitte mit einem besonders hohen Anteil an schweren Unfällen hervor.
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Quelle: TCS | Publiziert am 27.01.10 | Aktualisiert um 11:24 Uhr
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