Diese Meldung erscheint im Newsbereich von Autos.ch und wird mit strukturierten Firmendaten, Firmenprofilen und weiteren Wirtschaftsinformationen aus der Schweiz verbunden.

TCS Batterie- Härtetest

09 Dezember 2010 | von Touring Club Suisse (TCS)

Uhr Lesedauer: 3 Minuten


Pressetitel

TCS Batterie- Härtetest

Verfasser / Quelle

TCS

Publikation

09.12.2010 | 09:36 Uhr


09.12.2010, Der aktuelle TCS Batterietest zeigt nebst den Vorzügen auch die Schwächen getesteter Produkte auf. Am besten schnitt die Batterie Moll M3 Plus K2 ab. Drei Batterien hingegen erfüllten die Testkriterien nicht.


Die Anforderungen an Autobatterien sind hoch, müssen sie doch in den mit moderner Elektronik ausgestatteten Autos zahlreiche Aggregate mit Strom versorgen. Die TCS-Tester untersuchten sieben Batterien auf ihre Leistungsfähigkeit. Als Testgrösse wurden Starterbatterien mit einer Nennkapazität von mindestens 70 Amperestunden ausgewählt. Nur ein Modell erhielt die Note "sehr empfehlenswert" (Moll M3 Plus K2). Drei weitere Modelle wurden nicht abschliessend getestet, weil die Werte für Kapazität und Kaltstartstrom nicht den Angaben entsprachen. (Testergebnisse siehe separate Tabelle)

Kapazität im Fokus
Die Kapazität einer Batterie (z.B. 74 Amperestunden) ist eine wichtige Kenngrösse, gibt sie doch Auskunft über die speicherbare Strommenge. Je mehr Kapazität, desto mehr Blei befindet sich in der Batterie. Die Tests haben aufgezeigt, dass die "Banner Power Bull" im Durchschnitt zwei und die baugleiche "Patrouille tcs-Batterie" fünf Prozent weniger Kapazität aufwiesen als vom Hersteller angegeben. Positiv stach die "Moll M3 Plus K2" hervor, welche im Durchschnitt 4.5 Prozent mehr Strom speichern kann. Obwohl auf der Etikette 71 Amperestundendeklariert waren, betrug ihre Kapazität im Durchschnitt 74 Amperestunden.

Kaltstartstrom
Für einen Kaltstart von Fahrzeugen der Kompakt- und Mittelklasse reichen in der Regel 220 bis 250 Ampere aus, bei Dieselfahrzeugen sind es rund 30 - 50 Prozent mehr. Weil Autobatterien gebrauchsbedingt altern und auch zeitlich bedingt mit den Jahren schwächer werden, sind Kaltstartströme von rund 600 A im Neuzustand beim getesteten Batterietyp dennoch sinnvoll. Das Bauteil soll ja auch im Anschluss an die üblichen 2 Jahre Garantie ("Patrouille tcs" 3 Jahre) noch duzende Monate lang zuverlässig das Auto starten.

Muss die Batterie ersetzt werden, sind die Eigenschaften gemäss Etikette massgebend und preiswirksam. Nebst der Belastung durch die Fahrzeugelektronik wird die Lebensdauer der Batterie auch von den Umgebungstemperaturen und anderen Einsatzbedingungen beeinflusst.

Haltbarkeit
Bei der Prüfung der Haltbarkeit wird die Batterie über mehrere Monate ent- und geladen. Bewertet wurde die Anzahl über dem in der Norm geforderten Minimalwert von 180 Zyklen. Die beiden Arktis Batterien erreichten den Normwert "praktisch auf den Punkt". Die Bosch Silver S4 erreichte 235 Zyklen und die Moll M3 Plus K2 deren 381. Ebenfalls zur Haltbarkeit zählt der Korrosionstest, bei dem die Batterie während mehreren Wochen Temperaturen von 60°C ausgesetzt wird. Den Korrosionstest hat nur die Moll M3 Plus K2 bestanden.

Technische Prüfungen
Die Technischen Prüfungen umfassten unter anderem den Wasserverbrauch, die Ladungsaufnahme, die Rüttelfestigkeit sowie das Verhalten bei Tiefentladung. Bei diesen Tests ergaben sich fast ausschliesslich positive Ergebnisse.

TCS-Tipps
Die Lebensdauer einer Batterie beträgt in der Regel fünf Jahre. Die Technischen Zentren des TCS bieten Batteriechecks an.

Einsatzbedingungen wie ausschliesslicher Kurzstreckenverkehr oder ungünstige Einbauorte (z.B. nahe am heissen Motor) können die Lebensdauer von Batterien verkürzen.

Die Kontrolle und wenn nötig das Nachfüllen von destilliertem Wasser sowie das Reinigen und Einfetten der Pole gehört zu einem guten Kundendienst beim Service. Wer das Fahrzeug nach Herstellerangaben warten lässt, muss sich um diese Dinge nicht kümmern.

Wer im Winter bei kurzen Strecken "Stromfresser" wie Lüftung, Licht, Heizung von Front- und Heckscheibe, Sitzheizung, Lenkradheizung etc. einschaltet, sollte ab und zu eine halbe Stunde am Stück fahren, um die Batterie wieder aufzuladen.


Medienkontakt:
Stephan Müller Mediensprecher TCS T.: 031 380 11 44 M.: 079 302 16 36 E.: smueller@tcs.ch Erich Schwizer Projektleiter Technik & Wirtschaft TCS T.: 041 267 18 33 E.: eschwizer@tcs.ch



Die Medienmitteilung TCS Batterie- Härtetest wurde auf HELP.CH/news veröffentlicht und redaktionell dem passenden Firmenprofil zugeordnet.

Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber.

Quelle: TCS | Publiziert am 09.12.10 | Aktualisiert um 09:36 Uhr


Über Touring Club Suisse (TCS):

Seit seiner Gründung 1896 in Genf steht der Touring Club Schweiz im Dienst der Schweizer Bevölkerung. Er engagiert sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung in der persönlichen Mobilität, politisch wie auch gesellschaftlich. Mit über 2000 Mitarbeitenden und 23 regionalen Sektionen bietet der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seinen über 1,6 Millionen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit und Freizeitaktivitäten an.

Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.

Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.

Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.


 Zum Firmenprofil von Touring Club Suisse (TCS)
 Pressemappe Touring Club Suisse (TCS)