02.07.2026, Bern (ots) - Der Markt für neue Personenwagen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein hat
im ersten Halbjahr moderat zugelegt. Kumuliert ergibt sich nach den ersten sechs Monaten ein
Volumen von 116'584 Personenwagen, was einem Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem schwachen
Vorjahr entspricht. Mit 25'207 Neuzulassungen ist das Monatsresultat Juni gegenüber dem Vorjahr
feiertagsbedingt höher ausgefallen (+15,6%). Reinelektrische Antriebe und Plug-in-Hybride konnten
weiter zulegen.
Die sogenannten Steckerfahrzeuge machten im Juni erstmals 40,0 Prozent der Neuzulassungen aus. Der Anteil der Steckerfahrzeuge seit Anfang Jahr beträgt kumuliert 36,3 Prozent. Damit bleibt die natürliche Nachfrage nach Elektrofahrzeugen weiterhin deutlich hinter den Erwartungen der Politik zurück. Für eine Trendwende und stärkere Marktdurchdringung der E-Mobilität müssen die Rahmenbedingungen markant verbessert werden.
Der Schweizer Personenwagenmarkt schliesst das erste Halbjahr 2026 mit einem leichten Plus ab. Bis zum 30. Juni wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 116'584 neue Personenwagen immatrikuliert - das sind 3,0 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (113'133). Im Juni lagen die Neuzulassungen mit 25'207 Fahrzeugen um 15,6 Prozent über dem Vorjahr. Dieser starke Zuwachs im Juni darf indes nicht überbewertet werden, weil dafür ein Kalendereffekt mitverantwortlich ist: Im Vergleich zum Vorjahr fielen 2026 weniger Feiertage auf Werktage, was mehr Verkaufstage zur Folge hatte.
Positive Entwicklung braucht stabile Rahmenbedingungen
Die leichte Erholung des Schweizer Automobilmarktes ist erfreulich, bleibt aber angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche fragil. Damit sich der positive Trend fortsetzen kann, braucht es verlässlichere und marktorientierte Rahmenbedingungen. Insbesondere bei der Umsetzung der CO2- Regulierung sollte die Schweiz so rasch wie möglich die beschlossenen europäischen Erleichterungen übernehmen. Auf einen regulatorischen "Swiss Finish" ist zu verzichten, um Kosten- und Wettbewerbsnachteile gegenüber dem europäischen Umfeld zu vermeiden.
Elektrifizierung setzt Wachstum fort
Die Elektrifizierung des Neuwagenmarktes hat im ersten Halbjahr weiter zugelegt. Reinelektrische Personenwagen legten bis Ende Juni gegenüber dem Vorjahr um 20,2 Prozent auf 27'889 Fahrzeuge zu. Noch stärker fiel das Wachstum bei Plug-in- Hybriden aus, deren Immatrikulationen um 24,7 Prozent auf 14'456 Fahrzeuge stiegen. Gemeinsam erreichen die Steckerfahrzeuge heute bereits einen Marktanteil von 36,3 Prozent (23,9 Prozent BEV und 13,4 Prozent PHEV). Damit kommen die Steckerfahrzeuge erstmals an die Hybridantriebe heran, mit einem Anteil von 36,5 Prozent die bisher volumenstärkste Antriebskategorie. Herkömmliche Antriebe (27,2 Prozent) verlieren weiter an Bedeutung.
Obwohl die fossilen Antriebe (27,2 %) an Bedeutung verlieren, bliebt das Wachstum der E-Mobilität hinter den Erwartungen zurück. Thomas Rücker, Direktor bei auto-schweiz, ordnet ein: "Die Vielzahl von mehr als 350 elektrischen Modellen in allen Preisklassen überzeugen in der Mehrheit noch nicht alle Neuwagenkäufer. Offenbar konnten die bisherigen Markterfolge die Vorurteile noch nicht genügend abbauen."
Attraktivere Rahmenbedingungen notwendig
Der Anteil der Steckerfahrzeuge am Gesamtfahrzeugbestand befindet sich erst auf einstelligen Prozentniveau. Für den Umstieg auf emissionsarme Antriebe sind daher attraktivere Rahmenbedingungen notwendig. Dazu gehören Steuererleichterungen statt -erhöhungen auf Elektroantrieben, der weitere Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur, erst recht in den Städten, günstige Energiepreise sowie wirtschaftlich attraktive Voraussetzungen für das Laden zuhause und am Arbeitsplatz.
Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung. Die Auswertungen von auto-schweiz basieren auf Erhebungen des Bundes; die Daten sind möglicherweise vorläufig und noch nicht abgeschlossen.
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Mediensprecher
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auto-schweiz ist die Vereinigung der offiziellen Automobil-Importeure. Unsere Mitglieder vertreiben über rund 4’000 Markenhändler in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein Personenwagen und Nutzfahrzeuge (leichte bis 3,5 Tonnen und schwere ab 3,5 Tonnen Gesamtgewicht), Busse sowie Cars im Wert von über 10 Milliarden Franken pro Jahr.
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Politisch setzt sich auto-schweiz für die Motorfahrzeugbranche, den motorisierten Individualverkehr sowie für die Automobilistinnen und Automobilisten ein.
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| auto-schweiz Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Automobilmarkt legt im ersten Halbjahr leicht zu...' auf Swiss-Press.com |
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