12.03.2026, Als Symbol des Unglücks sorgt der Freitag, der 13., seit jeher für Angst und Unbehagen. Statt auf
Aberglauben setzt der TCS auf Fakten. Eine Analyse der Verkehrsunfalldaten aus den letzten fünf
Jahren zeigt, ob der Freitag, der 13., wirklich gefährlicher ist als andere Daten, oder ob es sich um
einen Mythos handelt.
Im Westen ist die Zahl 13 oft negativ konnotiert und mit viel Aberglauben verbunden. Insbesondere der Freitag, der 13., wird oft als Tag wahrgenommen, an dem man wichtige Entscheidungen, Reisen oder neue Projekte besser vermeiden sollte. Doch bestätigen die Verkehrsunfallstatistiken diesen Ruf? Der TCS wollte es genau wissen und hat die Unfallzahlen von Freitagen, die auf einen 13. fallen, mit anderen Freitagen und den übrigen Wochentagen verglichen.
Der Mythos bestätigt sich - auf den ersten Blick
Zwischen 2020 und 2024 fielen acht Freitage auf einen 13. An diesen acht Tagen wurden insgesamt 1285 Verkehrsunfälle verzeichnet, was 160,62 Unfällen pro Freitag, dem 13., entspricht. Im gleichen Zeitraum lag der Unfalldurchschnitt über alle Wochentage bei 142,6 Unfällen. Somit ist die Zahl der Unfälle an einem Freitag, dem 13., 12,64 Prozent höher. Doch bedeutet das tatsächlich, dass der Freitag, der 13., mehr Unglück bringt und an diesen Daten mehr Unfälle geschehen?
Der Freitag ist der unfallreichste Tag der Woche
Die Gesamtanalyse der Unfalldaten für den Zeitraum 2020- 2024 zeigt jedoch ein differenzierteres Bild: Unabhängig vom Datum ist der Freitag der Wochentag mit den meisten Unfällen. Gemäss der Unfallstatistik des ASTRA ereignen sich an einem Freitag durchschnittlich 8606 Unfälle gegenüber 7443 Unfällen über alle Wochentage hinweg im gleichen Zeitraum. Das entspricht 164,88 Unfällen pro Freitag und damit 15,62 Prozent mehr als dem täglichen Durchschnitt von 142,60 Unfällen. Auffallend ist auch, dass die Unfallzahlen an Freitagen, die auf einen 13. fallen, tiefer sind als an anderen Freitagen. Somit lässt sich feststellen, dass es keinen Hinweis gibt, dass das Unfallrisiko am Freitag, dem 13., höher ist.
Warum das Risiko am Ende der Woche steigt
Dass der Freitag der unfallträchtigste Tag der Woche ist, lässt sich durch mehrere konkrete Faktoren erklären. Gegen Ende des Tages werden die Verkehrsbedingungen komplexer, wenn Pendlerverkehr mit Freizeitfahrten und Wochenendbeginn zusammenfällt, was zu höherer Verkehrsdichte und mehr Interaktionen zwischen Verkehrsteilnehmenden führt. Hinzu kommt, dass die Menschen gegen Ende der Woche müder sind, was die Aufmerksamkeit reduziert. Zudem ist das Wochenende häufig mit einem erhöhten Konsum von Alkohol oder anderen Substanzen verbunden, die die Fahrfähigkeit beeinträchtigen können, was insbesondere am Abend das Unfallrisiko erhöht. In diesem Zusammenhang erinnert der TCS daran, wie wichtig es ist jederzeit aufmerksam und verantwortungsvoll zu fahren - unabhängig vom Datum.
Tipps des TCS
- Fahren Sie nicht, wenn Sie unter dem Einfluss bestimmter Medikamente, von Drogen, Alkohol oder Müdigkeit stehen.
- Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Strassenverhältnissen an.
- Halten Sie ausreichend Abstand zu anderen Fahrzeugen.
- Zeigen Sie Ihre Absichten stets mit dem Blinker an.
- Bleiben Sie im Verkehr ruhig und vorausschauend und antizipieren Sie das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmender.
- Respektieren Sie die anderen Verkehrsteilnehmenden.
- Seien Sie aufmerksam und jederzeit bereit zu reagieren, wenn Sie sich Kindern nähern.
- Konzentrieren Sie sich auf das Fahren.
- Planen Sie genügend Zeit für Ihre Fahrten ein und legen Sie regelmässig Pausen ein.
Pressekontakt:
Marco Wölfli, Mediensprecher TCS
Tel. 058 827 34 03
Hinweis der Redaktion: Die Bildrechte liegen beim jeweiligen Herausgeber. Bildrechte: TCS
Seit seiner Gründung 1896 in Genf steht der Touring Club Schweiz im Dienst der Schweizer Bevölkerung. Er engagiert sich für Sicherheit, Nachhaltigkeit und Selbstbestimmung in der persönlichen Mobilität, politisch wie auch gesellschaftlich. Mit über 2000 Mitarbeitenden und 23 regionalen Sektionen bietet der grösste Mobilitätsclub der Schweiz seinen über 1,6 Millionen Mitgliedern eine breite Palette von Dienstleistungen rund um Mobilität, Gesundheit und Freizeitaktivitäten an.
Alle 70 Sekunden erfolgt eine Hilfeleistung. 200 Patrouilleure sind jährlich mit etwa 361'000 Einsätzen auf Schweizer Strassen unterwegs und ermöglichen in mehr als 80 % der Fälle eine sofortige Weiterfahrt. Die ETI-Zentrale organisiert jährlich etwa 63'000 Hilfeleistungen, darunter 3500 medizinische Abklärungen und über 1300 Repatriierungen. TCS Ambulance ist der grösste private Akteur für Rettungsdienst und Krankentransport in der Schweiz mit 400 Mitarbeitenden, 22 Logistikbasen und rund 45'000 Einsätzen pro Jahr. Die Rechtsschutz-Büros bearbeiten 52'000 Fälle und geben rund 10’000 Rechtsauskünfte.
Seit 1908 setzt sich der TCS ein für mehr Sicherheit in der Mobilität – möglich dank der Mitgliedschaft. Er entwickelt Lehrmittel, Sensibilisierungs- und Präventionskampagnen, testet Mobilitätsinfrastrukturen und berät Behörden. Der TCS verteilt jedes Jahr rund 115'000 Leuchtgürtel und 90'000 Leuchtwesten an Kinder, damit auch ihre Mobilität sicher ist. 42’000 Teilnehmende zur Aus- und Weiterbildung zählen die Fahrzentren in allen Kategorien von Fahrzeugen jährlich.
Mit 32 Plätzen und rund 900'000 Logiernächten ist der TCS auch der grösste Campinganbieter der Schweiz. Die Mobilitätsakademie des TCS beforscht und gestaltet die Transformationen im Verkehr, wie die vertikale Mobilität der Drohnen oder die geteilte Mobilität, etwa mit den 400 elektrischen Lastenvelos «carvelo» und 43’000 Nutzenden. Der TCS ist Mitunterzeichner der Roadmap Elektromobilität 2025.
Hinweis: Der Über-uns-Text stammt aus öffentlichen Quellen oder aus dem Firmenporträt auf HELP.ch.
| Touring Club Suisse (TCS) (Firmenporträt) | |
| Artikel 'Freitag, der 13.: Muss man Angst haben, sich ans Steuer zu setzen?...' auf Swiss-Press.com |
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