Von Beginn weg prägte der TCS die Mobilität der Schweiz und trägt seither entscheidend zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Schweizer Strassen bei. Heute engagiert sich der nicht-gewinnorientierte Verein für Menschen, ganz gleich wie sie unterwegs sind: ob zu Fuss, mit dem Velo, dem Motorrad oder Auto, mit dem öffentlichen Verkehr oder mit neuen Formen der urbanen Mobilität. Der grösste Mobilitätsclub der Schweiz zählt in seinem 130-Jahr-Jubiläum 1,65 Millionen Mitglieder und 2'200 Mitarbeitende.
Engagement für eine sichere Mobilität
Der Einsatz für weniger Unfälle in der Schweiz bleibt eine zentrale und unermüdliche Aufgabe des TCS. Verkehrsbildung beginnt bereits bei den jüngsten Verkehrsteilnehmenden im Kindergarten. Weiter gehören Aufklärung und Kampagnen sowie Fahrsicherheitstrainings für die obligatorische und freiwillige Weiterbildung für professionelle Fahrerinnen und Fahrer wie auch Privatpersonen dazu. Teil des Engagements für die Verkehrssicherheit sind auch Tests und Audits von Infrastrukturen wie Schulwege und Fussgängerstreifen.
Seit 60 Jahren steht der Mobilitätsclub auch für Konsumentenschutz. Er testet Autos, Assistenzsysteme, Reifen, Kindersitze, Helme, E-Bikes oder Trendfahrzeuge. Die TCS-Expertinnen und -Experten beraten ausserdem zu Mobilitäts-, Sicherheits- und Umweltthemen - mit besonderem Fokus auf Elektromobilität - und arbeiten mit Behörden und Forschungseinrichtungen zusammen. Studien- und Testergebnisse werden regelmässig publiziert und stehen der Allgemeinheit zur Verfügung.
Damit Fahrzeuge sicher unterwegs sind, sorgt der TCS auch für ihre technische Sicherheit. Die Pannen- und Unfallhilfe steht nach wie vor symbolisch für den Touring Club Schweiz. 368'000 Einsätze werden jährlich geleistet. Die technischen Zentren erbringen darüber hinaus technische Kontrollen und amtliche Prüfungen.
Neue Geschäftsfelder: Ausbau der Hilfe
In den vergangenen Jahren ist der TCS strategisch in neue Geschäftsfelder vorgestossen und hat seine Mobilitätsdienstleistungen gezielt mit Hilfeleistungen im Gesundheitsbereich und für das Zuhause ergänzt.
TCS-Gruppe
Mit der Gründung von TCS Ambulance trat der TCS 2021 in die Notfallrettung und den Krankentransport auf der Strasse ein und entwickelte sich zum grössten privaten Akteur in diesem Bereich. 400 Mitarbeitende erbringen rund 45'000 Einsätze von 23 Stützpunkten in neun Kantonen aus. Dazu zählen Notfalltransporte über die Notrufnummer 144 sowie Patiententransporte. Bereits seit vielen Jahren ist ein Ärzteteam fester Bestandteil der ETI-Einsatzzentrale, wenn es im Rahmen des TCS Reiseschutz um Hilfe auf Reisen geht.
Das Geschäftsfeld für Dienstleistungen für zuhause wird in der handwerklichen Hilfe (TCS Home), der professionellen Überwachung des Heims (TCS Home Security) sowie der erweiterten Hilfe des Pannendienstes für private Ladestationen gebündelt.
Drohneneinsatz neu auch mit 100 Kilogramm Last
Der TCS ist der grösste Anbieter für die Ausbildung von Drohnenpilotinnen und -piloten in der Schweiz, insbesondere für professionelle Anwendungen. Diese Kurse werden seit mehreren Jahren auf den Anlagen der Fahrtrainingszentren durchgeführt.
Weil die vertikale Mobilität künftig an Bedeutung gewinnen wird, wurden 2025 mit TCS Drone neue Dienstleistungen mit Lastendrohnen bis 40 Kilogramm lanciert. Die Drohnen kommen unter anderem beim Transport von Solarpanels, in der Logistik abgelegener Bergregionen sowie für Versicherungsinspektionen zum Einsatz. Präzise Luftaufnahmen beschleunigen die Schadenbeurteilung und kommen damit den Betroffenen zugute. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat dem TCS eine erweiterte Betriebsbewilligung für den Einsatz von Lastendrohnen auch in dicht besiedelten Gebieten bzw. im urbanen Raum erteilt.
Eine neue Lastendrohne für Transportflüge mit Lasten bis 100 Kilogramm ermöglicht ab Herbst 2026 weitere Einsatzmöglichkeiten, etwa bei Seilbahnen oder im Forstwesen.
Politik: statutarischer Auftrag
Auch politisch verfolgt der TCS seinen statutarischen Auftrag, die Rechte und Interessen seiner Mitglieder im Strassenverkehr und der Mobilität im Allgemeinen zu wahren. Zum Engagement gehören die Beantwortung von Vernehmlassungen, die Teilnahme an Anhörungen der parlamentarischen Kommissionen sowie der regelmässige Austausch mit Politik und Verwaltung. Zentrale Dossiers sind aktuell die Vorlage "Verkehr '45" und die Finanzierung der Verkehrsinfrastrukturen im Zusammenhang mit der Ersatzabgabe für Elektrofahrzeuge.
Von Radfahrern gegründet - kontinuierlich wachsend
Nicht viele wissen es: Der Touring Club Schweiz wurde am 1. September 1896 in Genf von 205 passionierten Radfahrern gegründet. Das ursprüngliche Ziel war es, den Radtourismus zu fördern und die damals noch sehr schlechten Strassen für Velofahrer sicherer zu machen. Neben der Verkehrssicherheit gehört auch der Tourismus bis heute zu den Kernkompetenzen des TCS, ist er doch der grösste Campinganbieter der Schweiz.
Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit prägen die Notfallorganisation. Zentralpräsident Peter Goetschi (seit 2012) und Generaldirektor Jürg Wittwer (seit 2016) können nicht nur auf 130 Jahre Unternehmensgeschichte zurückblicken, sondern auch auf eine gefestigte Basis und kontinuierlich steigende Mitgliederzahlen bauen. "Mit 23 regional verankerten Sektionen und unseren 2'200 Mitarbeitenden wird sich der TCS weiterhin für die Schweiz einsetzen und Menschen in Not auch in Zukunft helfen", hält Peter Goetschi fest.
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Vanessa Flack, Mediensprecherin
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